Formieren. Gasschutz und NahtwurzelschutzBeim Schutzgasschweißen lässt sich der Gasschutz
in drei Teile gliedern - der primäre Gasschutz, der sekundäre Gasschutz
und der Nahtwurzelschutz. Vor allem beim Schweißen von solchen
Metallen, die gegenüber dem atmosphärischen Sauerstoff oder Stickstoff
hochsensibel sind, wie z.B. Titan, werden alle drei Elemente des
Gasschutzes erforderlich.
Mit dem primären Gasschutz soll das Schmelzbad und die unmittelbar
angrenzende Zone geschützt werden; diese Funktion übernimmt die
Gasdüse. Der sekundäre Gasschutz ist für den Schutz der fertigen
Schweißnaht bestimmt, bis sie auf eine Temperatur abgekühlt ist, bei
der das Metall nicht mehr mit dem Sauerstoff oder Stickstoff in der
Umgebungsluft reagiert. Der sekundäre Gasschutz wird in Form einer
angebauten Düse (Schleppdüse) realisiert.
Bei gasempfindlichen Werkstoffen muss die
Nahtwurzelseite der Schweißnaht ebenfalls durch ein Gas geschützt
werden, um Oxidation zu vermeiden. Durch die Verwendung eines
Wurzelschutzgases wird sowohl ein ansprechenderes Erscheinungsbild im
Nahtwurzelbereich erzielt als auch das Risiko von Nahtwurzelfehlern
verringert. Bevor mit dem Schweißen begonnen wird, sollte die
Nahtwurzelseite der Schweißnaht mit Schutzgas vorgespült werden, damit
der Sauerstoffgehalt auf ein Minimum gebracht wird.
KontaktRobert Bern, Ing. / Technischer Verkauf, Fachbereich Schweißtechnik A-2492 Eggendorf, Carl von Linde-Gasse 1 Telefon +43.(0)664.80.4273-3434, Fax +43.(0)50.4273-703434
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