Linde Gas GmbH  Flüssiggemische

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 Flüssiggemische


Flüssiggemische

In einer Druckgasflasche können Gasgemische sowohl ausschließlich in der Gasphase, als auch "unter Druck verflüssigt" vorliegen, d.h. der überwiegende Anteil des Gemisches liegt dann als Flüssigkeit vor (Dichteverhältnisse zwischen Gas- und Flüssigphase liegen grob bei 1:1000).


Beimengungen mit niedrigen Dampfdrücken erlauben bei gasförmigen Füllungen nur entsprechend niedrige Fülldrücke und damit nur eine geringe verfügbare Menge des jeweiligen Prüfgases. Werden größere Mengen solcher Gemische benötigt, ist die Bereitstellung in flüssiger Form vorteilhaft.

Für die Entnahme des Prüfgases aus Flüssigfüllungen gibt es folgende Möglichkeiten:
Ist der Druckgasbehälter mit einem normalen Flaschenventil ausgerüstet, kann aus dem auf den Kopf gestellten Behälter Flüssigphase entnommen werden.

Ist das Flaschenventil mit einem Steigrohr ausgerüstet, befördert der über der Flüssigphase stehende Dampfdruck Flüssigkeit bei aufrecht stehendem Behälter aus dem Ventil.

Ist die Prüfgasflasche mit einem Doppelventil mit Steigrohr ausgerüstet, kann die Flüssigentnahme durch Druckbeaufschlagung mit einem Inertgas, vorzugsweise Helium, eingestellt werden.

In den beiden erstgenannten Fällen kann ebenfalls mit einem Druckpolster gearbeitet werden, das zweckmäßigerweise vom Gasehersteller aufgebracht werden sollte.

Bei unterschiedlichen Dampfdrücken der beteiligten Beimengungen reichern sich die leichter flüchtigen in der Gasphase, die schwerer flüchtigen in der Flüssigphase an. Das heißt, die homogene Verteilung der Beimengungen in der Gesamtmenge ist während der Entnahme nicht mehr streng erfüllt. Daraus folgt, daß sich die Zusammensetzung des Gemisches während der Gasentnahme kontinuierlich ändert, je nachdem, ob aus der Gas- oder der Flüssigphase entnommen wird. Um die Änderung bei der Entnahme zu minimieren, sollte wie oben beschrieben vorgegangen werden.

Die dem Behälter entnommene Flüssigphase kann direkt oder auch nach totaler Verdampfung weiter verwendet werden.
Für vollständig bekannte Entnahmebedingungen lassen sich die Änderungen der quantitativen Zusammensetzung während der Entnahme berechnen.



Kontakt

Christian Leibetseder, Dipl.Ing. (FH) / Technischer Verkauf, Fachbereich Spezialgase
4651 Stadl-Paura, Waschenbergerstraße 13
Telefon +43.(0)664.80.4273-1438, Fax +43.(0)50.4273-701438
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